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Mein Großvater Richard Scheider (1904-1973) trat 1923 der KPD und dem KJVD bei.
1930 war er arbeitslos und betrieb zeitweise selbständig eine Rolladenschlosserei. Er wohnte ab 1928 auf der "Engelsruhe" in Unterliederbach.
Im April 1936 wurde er mit über 100 anderen Nazi-Gegnern aus den westlichen Stadtteilen verhaftet.
Er erhielt 4 Jahre wegen Hochverrats die er in Limburg-Diez und Butzbach absitzen musste. Anschließend wurde er, obwohl vom Wehrdienst ausgeschlossen (siehe Dokument) zur Strafdivision 999 auf den Heuberg (Baden-Württemberg) eingezogen. Da er schwer erkrankte, wurde er jedoch entlassen und entging so dem Krieg.
Bild rechts: Der sog. "Ausschließungsschein" meines Großvaters Richard Scheider. Mit der Verurteilung wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt und er wurde als "wehrunwürdig" eingestuft.
Der Grund der Verurteilung: Mitgliedschaft in der KPD. Die KPD verstanden sich, wie auch andere Organisationen, z. B. SPD , Gewerkschaften und zahlreiche kleinere lmeist inke Organisationen als politische Gegner der Nazi.
Bilder unten: Das KPD-Mitgliedsbuch meines Großvaters mit Beitragsmarken bis März 1933.
Der Beitrag wurde wöchentlich direkt zu Hause kassiert. Die sog. "Hauskassierung" war bis in die 80er Jahre ein Dogma der Kommunisten und diente dem regelmäßigen Kontakt zur Mitgliedschaft.
Während der Illegalität hatte jeder Kassierer nur max. 2-3 Kontakte.

Kontakt

Mario Gesiarz

Johann-Sittig-Str. 7

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